Poster-Vorschau
Beispielmotiv aus der Phase Sammeln
Wo brauchen wir klare Regeln und wo eher Spielraum, damit Menschen teilnehmen können?
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Reflexionsset
Orientierungsfragen für bewusste Beteiligung
Ein Fragenset für Forschungskoordination, Projektleitung und Moderation – um zu entscheiden, ob, wo und wie Beteiligung tragfähig ist.
Kostenfreie Exemplare verfügbar, solange die erste Auflage reicht. Versandkosten können anfallen.
Wann fühlt sich Engagement nicht mehr wie Mitforschen, sondern wie der Ausgleich fehlender Ressourcen an?
1
Phase: Rahmen
Orientierung: Macht und Verantwortung
So funktioniert das Set
Offener Kreis ist ein Reflexionsset für Projekte, die Beteiligung nicht nur versprechen, sondern bewusst gestalten wollen.
Jede Karte verbindet eine Projektphase mit einer Orientierung. So wird auf einen Blick klar, an welcher Stelle im Prozess die Frage wichtig wird und welches Spannungsfeld sie genauer beleuchtet.
Die Phasen gliedern den typischen Verlauf eines Forschungsprojekts in klare Abschnitte. Sie helfen dabei zu sehen, wann eine Frage besonders relevant wird.
Die Orientierungen benennen wiederkehrende Spannungsfelder partizipativer Forschung. Sie zeigen, aus welchem Blickwinkel eine Frage gestellt ist und welche Dimension des Projekts sie vertieft.
So liest sich die Beispielkarte
Die Beispielkarte oben gehört zur Phase Rahmen und zur Orientierung Macht und Verantwortung.
So lassen sich die Karten lesen: Die Phase zeigt, wann die Frage besonders wichtig wird; die Orientierung zeigt, welches Spannungsfeld sie sichtbar macht.
Das Set hilft nicht dabei, Beteiligung zu maximieren, sondern Entscheidungen nachvollziehbarer und ehrlicher zu machen.
Einstieg
Wähle 1 Einstieg. Nimm 3 Karten. Optional: +1 Kontrastkarte.
Macht und Verantwortung
Einstiegskarten
Wissen und Gültigkeit
Einstiegskarten
Zeit und Verbindlichkeit
Einstiegskarten
Nutzen und Wirkung
Einstiegskarten
Sprache und Öffentlichkeit
Einstiegskarten
Optional: 1 Kontrastkarte aus anderer Orientierung
Rahmen
Kartenbereich
Entwurf
Kartenbereich
Sammeln
Kartenbereich
Deuten
Kartenbereich
Teilen
Kartenbereich
Nutze Karten vor allem dann, wenn hier gerade eine Weiche ansteht.
Pro Karte: drei kurze Notizen
Zum Schluss (1 Minute):
Gesprächsformat
1:1 oder im Team
Jede Person zieht verdeckt 1 Karte aus dem Set.
Jede Person liest für sich. Was löst die Frage aus? Wo berührt sie das Projekt?
Reihum teilen: Was ist aufgetaucht? Was wäre eine ehrliche Antwort? Keine Debatte – nur hören und verstehen.
Kurz notieren: Worauf achten wir jetzt? Was ist geklärt, was offen?
Arbeiten im Team
Drei mögliche Formate für Team- und Workshopsettings. Klick auf ein Format, um die Anleitung zu öffnen.
Teams benennen verbreitete Partizipations-Mythen, holen sie auf den Boden der Realität und benennen den Preis, wenn man so tut als ob.
Ein Format, um kollektive Annahmen über Partizipation sichtbar zu machen und deren Konsequenzen zu benennen. Ziel ist nicht Belehrung, sondern geteilte Klarheit darüber, was im Projekt ehrlich möglich ist.
Jede:r schreibt still 2–3 Sätze auf, die im Kontext von Partizipation oft fallen („Alle müssen mitentscheiden“, „Wenn wir fragen, müssen wir alles umsetzen“). Sammeln an der Wand, clustern nach Themen.
In Kleingruppen: Nehmt euch 1–2 Mythen vor. Was ist die tatsächliche Situation in euren Projekten? Was ist strukturell, was kulturell bedingt? Notiert nüchterne Realitäts-Sätze.
Was passiert, wenn wir diesen Mythos aufrechterhalten? Was kostet es – an Vertrauen, Zeit, Ressourcen? Jede Gruppe präsentiert ihre Erkenntnisse.
Im Plenum: Welche Mythen wollen wir aktiv hinterfragen? Was bedeutet das für die nächste Projektphase? Dokumentation als „Anti-Mythen-Manifest“.
Gemeinsames Bewusstsein für unausgesprochene Erwartungen und ihre realen Grenzen. Grundlage für ehrlichere Beteiligungsdesigns.
Ein Team bringt ein laufendes Projekt mit. Die Gruppe arbeitet mit Karten aus dem Set, um blinde Flecken zu beleuchten.
Ein kollegiales Beratungsformat mit strukturierter Reflexion. Ein Projekt wird „behandelt“, nicht um Lösungen zu finden, sondern um schärfer zu sehen, wo Partizipation gerade hakt.
Das einbringende Team (max. 2–3 Personen) beschreibt ihr Projekt, die Beteiligungsabsicht und eine konkrete Frage/Herausforderung. Alle anderen hören nur zu, keine Fragen.
Jede Person wählt 1–2 Karten aus dem Set, die beim Zuhören Resonanz ausgelöst haben. Stilles Notieren: Warum diese Karte? Was macht sie im Kontext des Falls sichtbar?
Reihum: Jede:r liest die gewählte Frage vor, teilt ihre/seine Wahrnehmung. Das einbringende Team hört zu, notiert, fragt nicht nach. Keine Diskussion, nur Perspektiven neben Perspektiven.
Das einbringende Team teilt: Was hat uns getroffen? Was nehmen wir mit? Kurzer Austausch im Plenum über den Prozess selbst.
Was hat das Format mit uns gemacht? Wo hätten wir gern „gelöst“ statt „gesehen“?
Keine fertigen Antworten, aber ein klareres Bild der Herausforderung. Das Team sieht blinde Flecken, ohne in Rechtfertigung oder schnelle Lösungen zu verfallen.
Kernteam sitzt innen, Beobachtende außen. Innenkreis spricht über ausgewählte Fragen aus dem Set. Ziel: Machtverhältnisse im Projekt sichtbar machen.
Ein Format für Teams, die gemeinsam an einem Projekt arbeiten, aber unterschiedliche Rollen und damit unterschiedliche Macht haben. Die Fishbowl macht sichtbar, wer spricht, wer schweigt, wessen Stimme zählt.
Gemeinsam 3–4 Karten aus dem Set wählen, die im Projekt gerade Spannung erzeugen (z. B. #1 „Wann fühlt sich Engagement nicht mehr wie Mitforschen, sondern wie der Ausgleich fehlender Ressourcen an?“, #13 „Wo brauchen wir klare Regeln und wo eher Spielraum, damit Menschen teilnehmen können?“). Fishbowl-Regeln klären: Innen wird gesprochen, außen nur gehört. Ein leerer Stuhl innen steht für spontane Wortmeldungen aus dem Außenkreis.
Kernteam (z.B. Projektleitung, Koordination) sitzt innen, spricht über die gewählten Fragen. Außenkreis beobachtet: Wer spricht wie lange? Welche Fragen werden vermieden? Was wird als „gesetzt“ behandelt?
Alle notieren für sich: Was habe ich gehört/nicht gehört? Was hat mich überrascht, irritiert, bestätigt?
Innen- und Außenkreis tauschen teilweise. Neue Konstellation spricht über dieselben Karten. Wie ändert sich die Dynamik?
Was wurde sichtbar? Welche Machtverhältnisse haben sich gezeigt? Wo müssen wir im Projekt anders sprechen, anders entscheiden? Keine Lösungen, nur Benennen.
Kollektives Bewusstsein für implizite Hierarchien und Sprechräume. Grundlage für bewusstere Beteiligungsarchitekturen im Projekt.
Geplant / in Vorbereitung
Ausgewählte Fragen aus dem Set werden auch als Poster für Flure, Büros, Seminarräume und andere geteilte Arbeitsumgebungen verfügbar sein.
Die Poster sollen Fragen partizipativer Forschung leise in gemeinsame Alltagsräume eintragen – nicht als Kampagne, sondern als wiederkehrenden Denkimpuls.
Downloadbereich wird ergänzt
Sobald finale Motive vorliegen, werden hier einzelne Posterdateien und Hinweise zu Formaten bereitgestellt.
Poster-Vorschau
Beispielmotiv aus der Phase Sammeln
Wo brauchen wir klare Regeln und wo eher Spielraum, damit Menschen teilnehmen können?
Geplantes Einzelmotiv
Geplantes Einzelmotiv
Geplantes Einzelmotiv
Weiterentwicklung
Wenn ihr das Set genutzt habt oder gerade einsetzt, helfen kurze Rückmeldungen dabei, eine nächste Version gezielter weiterzuentwickeln.
Kontext
Konzept & Redaktion: Jan Meischner
Gefördert durch: Die Umsetzung der Idee wird im Rahmen von partX – Fortbildungsreihe partizipative Forschung finanziell unterstützt. partX ist ein Angebot von mit:forschen! Gemeinsam Wissen schaffen. Das Projekt wird von Wissenschaft im Dialog und dem Museum für Naturkunde Berlin umgesetzt und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
Nächster Schritt
Für Rückfragen, Einsatzkontexte oder Materialien rund um Offener Kreis ist hier der nächste Einstiegspunkt.
Poster und zusätzliche Materialien folgen mit finalen Dateien.